Warum ich jetzt wieder da bin, wo ich schon war - Rückblick auf ein Jahr Kamera-Hopping
Eine Reise voller Fehler und Entscheidungen!
Vorweg: Dieser Blog kann durchaus im Zusammenhang mit meinen entsprechenden Kamera-Reviews gelesen werden.
Es begann wohl, als ich mich entschied, zusätzlich zu meiner Sony A1 noch eine kompakte Kamera zu kaufen. Es war die RX1R2, die ich unglaublich günstig kaufen konnte und die meine Fotografie wirklich erweitert hat, wie sonst keine Kompakte (siehe Review RX1R2). Im Grunde war ich glücklich, jede der beiden Kameras hatte ihren Platz und Einsatz, ohne sich ernsthaft ins Gehege zu kommen. Dann haderte ich (warum auch immer) mit dem Autofokus und hätte auch gerne einen Stabi gehabt, eigentlich hätte ich gerne einen Nachfolger der RX1-Serie, aber das sah zu dem Zeitpunkt nicht so aus, als würde Sony die RX1-Serie weiterverfolgen, warum auch, da die erfolgreich A7C-Serie auch kompakt und dazu leistungsstark war. Also dachte ich über die A7C2 nach.
Fehler Nr.1!
Ich verkaufte die RX1RII mit 1000€ Gewinn, also noch etwas draufgezahlt A7CII im Kit mit 40/2.5 gekauft. Tolle Kamera, tolles Objektiv. Ich finde die A7C2 heute noch unglaublich gut, es macht Spaß, mit ihr zu fotografieren, sie kann fast alles - und das genau war das Problem. Für mich macht tatsächlich im Nachhinein eine A7C2 an der Seite der A1 keinen Sinn, da beide Kameras viel mehr in Konkurrenz stehen als sich zu ergänzen. Darum lag die A1 dann auch immer mehr rum und kam nur zum Einsatz, wenn ich mehr Auflösung wollte und am 100-400mm, liegt einfach besser in der Hand als mit der A7C2. Dann kam wieder ein Gedanke, wenn ich denn die A1 nur für Auflösung nutze, warum nicht GFX100S2? Dieser Gedanke zog dann gut ein Jahr durch meinen Kopf, ich habe die A1 wirklich sehr geschätzt, bis dahin die beste Kamera, die ich in 45 Jahren Fotografie in der Hand halten durfte. Der Gedanke wollte aber nicht weichen, also A1 Verkauft und GFX100S2 gekauft.
Fehler Nr.2!
Ich habe dann lange gebraucht, mit der GFX richtig warm zu werden, das erste Mal in meiner Laufbahn, tolle Kamera, mieser AF (verglichen mit modernen Sonys), die beste Bildqualität ever. Aber groß, besonders die Objektive, die zudem auch entsprechend Gewicht auf die Waage bringen, und kein wirkliches Tele Setup, was mein 100-400mm ersetzen könnte - also unterwegs mit 2 Systemen. nach einem dreiviertel Jahr emotionalem auf und ab war dann klar, die GFX muss wieder weg. War eine Erfahrung, die ich mir im Nachhinein aber schenken würde.
Gute Entscheidung Nr.1!
Es ging dann erstmal noch weiter mit der A7C2, als Ersatz für das GF20-35 dann das Sony 16-35PZ gekauft, wow, wie klein, leicht und gut das war! Geld war ja durch den Verkauf des kompletten GFX-Systems genug da, hatte die meisten Objektive günstig gebraucht gekauft, nur die Kamera hat Verlust gebracht. Nebenher kam dann überraschend die RX1R3, die erstmal kein Thema für mich war, da zu teuer für eine Kompaktkamera. In der Zeit habe ich sehr ernsthaft darüber nachgedacht, was der das Ganze mit GFX eigentlich sollte und warum ich das gemacht habe, und es ist mir dann klar geworden, was ja im Wesentlichen dann auch die Motivation war, dies hier mal zu teilen. Mit dieser Klarheit wurde mir auch klar, dass die A7C2 für mich keine Zweitkamera ist, aber aufgrund der Größe und dem Mangel an Auflösung auch nicht die Hauptkamera. Also war auch klar, werde sie verkaufen, und micr überlegen, welche Kamera mich in Zukunft begleiten wird. Klar war das es eine Sony wird, auch klar, keine A1, da die letztlich zu viel kann, was ich nicht brauche und sie auch dafür zu teuer ist.
Also A7C2 verkauft. Gute Entscheidung Nr.2!
Zeitgleich kam die A7R6 raus, ich hatte den Vorgänger im Auge, da ich vor der A1 gut 8 Jahre mit der A7R-Serie fotografiert habe. Also erstmal abgewartet, was die A7R6 eventuell für Vorteile bietet. Als das klar war, war auch klar, sie wird es werden. Und sie wurde es, schneller als gedacht. Und es war, wie wieder zu Hause zu sein!
Gute Entscheidung Nr.3!
Nach einer Zeit fing ich an, mich mit der RX1R3 zu beschäftigen, kein Tilt-Display, kein Stabi, das war erstmal ein No-Go. Ich habe dann letztlich verstanden, dass all dies die Kamera größer gemacht hätte, was sie viel mehr in Richtung der A7C-Serie gebracht hätte. Und gerade die Größe ist ihr Alleinstellungsmerkmal, sie ist trotz dem mehr an moderner Technik genauso groß geblieben wie ihr Vorgänger, dafür hat sie das Tilt-Display eingebüßt, was bei Streetfotografie für mich schon eine gute Sache wäre.
Bei meinen Recherchen ist mir dann aufgefallen, dass die RX1R3, trotzdem sie gerade mal ein Jahr alt ist, auf dem Gebrauchtmarkt relativ günstig gehandelt wird - die RX1R2 hatte wurde damals noch für über die Hälfte des Neupreises gehandelt! So habe ich dann den Markt beobachtet und zu guter letzt ein Exemplar im Neuzustand für den halben Preis ergattern können. Auch dafür hat das Geld aus dem GFX-Verkauf gereicht. Scheiß auf Stabi, macht man halt die ISO höher, und es geht auch ohne Tilt-Display, und sie macht genauso viel Spaß wie die Vorgängerin und ich fotografiere mit ihr eben auch genau so!
Gute Entscheidung Nr.4!
Fazit
Hätte ich damals schon erkannt, was mir auf dieser Reise klar geworden ist, dann hätte ich mich mit der RX1R2 so zufrieden gegeben wie sie ist, und würde noch heute mit ihr und der A1 glücklich ausgestattet und zufrieden meinem Hobby nachgehen! Ich vermute trotzdem, dass die mich damals umgebenden Lebensbelastungen und der Mangel an Zeit, fotografieren zu gehen seinen Anteil an den fehlerhaften Entscheidungen hatten, aber sei es drum.
Am Ende bin ich im Grunde wieder da angelangt, wo ich war. Würde ich die Zeit wieder zurückdrehen? Nein! Will die A7R6 für mich funktional (siehe Review) besser passt und und auch die RX1R3 was den AF angeht eben auch in einer anderen Liga spielt, wenngleich ich das Tilt-Display vermissen werde, damit wäre sie perfekt. Aber So What!
Und so bin ich am Ende wieder "“zu Hause” angekommen, und das fühlt sich nach dieser Zeit auch wieder richtig gut an!